Archive | Psychology RSS for this section

XMA$


XMAS

Advertisements

Gehst Du zu den Deutschen, vergiss die Peitsche nicht


Gehst Du zu den Deutschen, vergiss die Peitsche nicht
“Liebe Frau Beitz, lieber Herr Beitz,
ich habe mir erlaubt, die Titel wegzulassen, da ich mich Ihnen freundschaftlich verbunden fühle. Ich habe mich sehr gefreut, daß Sie mich durch Ihre Anwesenheit bei meinem Geburtstag geehrt haben. Natürlich haben Sie in mir Assoziationen geweckt, wie es vor 55 Jahren war, und Sie haben bestätigt, daß es auch noch andere Deutsche gab – zwar wenige -, aber es gab sie in Ihnen und Ihrer Frau. Sie haben in dieser grausamen Zeit sehr vielen Juden das Leben gerettet; darunter auch Mitgliedern meiner Familie. Sie sind beide nach den nochaidischen Gesetzen Gerechte der Völker.
In freundschaftlicher Verbundenheit
Ignatz Bubis, 27.01.1997″

“Ich durfte keine Angst haben. Das feste Auftreten hat mir im Umgang mit der SS sehr geholfen: Die waren überzeugt, ich hätte beste Verbindungen nach Berlin, zum OKH, vielleicht gar zu Himmler, wenn ich durch den Ort gelaufen bin und Forderungen gestellt habe, wirkliche und angebliche Mitarbeiter meiner Ölfirma nicht zu deportieren. Ich kenne die Deutschen. Wenn man fest, klar und bestimmt auftritt, dann respektieren sie das. Wenn man weich ist oder verzweifelt, bringen sie einen um.
Man muss im richtigen Moment einfach handeln. Wenn ich viel nachgedacht hätte, hätte ich es vielleicht gar nicht gewagt. Ich bin vom Typ her immer ein Einzelgänger gewesen. Es kam darauf an, den Mut zu haben und zu entscheiden. Perikles, der vor 2500 Jahren Athen führte, hat gesagt: Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, und das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.” Berthold Beitz, Interview mit der Süddeutschen Zeitung, 01.02.2008

Link auf HIRAM7 REVIEW: Krupp-Manager und Lebensretter Berthold Beitz: “Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, und das Geheimnis der Freiheit ist der Mut”

Also sprach David Berger


Niccolò Machiavelli, Voltaire, Friedrich Nietzsche, Oscar Wilde und Karl Kraus gewidmet.

 

Maestro Niccolò Machiavelli (1469-1527)


Nato il 3 maggio 1469, a Firenze, Niccolò Machiavelli coltivò fin dalla giovane età la passione per classici latini e italiani, assunse incarichi via via più importanti all’interno della Repubblica Fiorentina, con responsabilità negli affari militari e diplomatici. Considerato un emblema dell’uomo rinascimentale, è noto per essere stato il fondatore della scienza politica moderna.

La sua opera principale, “Il Principe” (“De Principatibus”), illustra ciò che un buon principe deve fare – o non fare – per organizzare uno stato ed ottenere duraturo consenso. Da qui trae origine l’espressione “machiavellico”, entrato nel linguaggio comune con accezione negativa, ad indicare acutezza e spregiudicatezza. Machiavelli scrisse anche diverse poesie e opere teatrali. Morì il 21 giugno 1527, a Firenze.

Also sprach Niccolò Machiavelli (1469-1527)


Niccolò di Bernardo dei Machiavelli wurde am 3. Mai 1469 in Florenz geboren, als drittes Kind und erster Sohn des Anwalts Bernardo di Niccolò Machiavelli und seiner Frau Bartolomea di Stefano Nelli. Mit seinem Gehalt unterhielt Machiavelli eine kleine Bibliothek und ermöglichte seinem Sohn Niccolò eine umfassende humanistische Bildung. So lernte Machiavelli schon früh die Werke antiker Klassiker wie Aristoteles, Boëthius, Cicero (De officiis) und Claudius Ptolemäus kennen. Machiavelli lernte Lesen und Schreiben sowie Rhetorik und Latein.

Es war eine chaotische Zeit, in die Machiavelli hineingeboren wurde. Päpste führten Schlachten gegen italienische Stadtstaaten und das Schicksal von Menschen und ganzen Städten konnte sich jederzeit dramatisch ändern. Neben dem Papst und den einflußreichen Städten wie Venedig und Florenz kämpften auch ausländische Mächte wie Frankreich, Spanien, das Heilig Römische Reich und sogar die Schweiz um regionalen Einfluss und Macht. Politisch-militärische Allianzen änderten sich andauernd und folgten teilweise reichen Kaufmanns-Familien, die ihre Ansichten und Partner ohne jede Vorwarnung wechselten, so dass kurzlebige Regierungen kamen und gingen.

In 1494 rief Florenz die Republik aus und vertrieb die Medici, die Florenz für mehr als 60 Jahre regiert hatten. 1498 wurde er im Alter von 29 Jahren Staatssekretär der Zweiten Kanzlei des Rats der „Dieci di pace e di libertà“ (Rat der Zehn) der Republik Florenz. Als solcher war er für die Außen- und Verteidigungspolitik zuständig. Er wurde unter anderem deshalb eingesetzt, weil er weder den vertriebenen Medici noch dem wenige Tage vor Machiavellis Amtseinführung hingerichteten dominikanischen Bußprediger Girolamo Savonarola nahe stand.

Zwischen 1499 und 1512 führte Machiavelli verschiedene Missionen aus. So traf er am 22. Juni 1502 in Urbino erstmals persönlich Cesare Borgia. Diese Begegnung beeindruckte Machiavelli tief. 1503 wurde der Diplomat nach Rom zur Papstwahl Julius II. von der Signoria geschickt. Hier ist Machiavelli “Gesprächspartner aller Mächtigen, vom zukünftigen Papst bis zum Kardinal d’Amboise”. 1504 und nochmals 1510 bis 1511 reiste er nach Frankreich zu Ludwig XII. Außerdem machte er 1507 bis 1508 die Bekanntschaft mit Kaiser Maximilian I. Zudem setzte er sich ab 1504 lebhaft für die Errichtung einer Miliz aus den Bürgern von Florenz ein, die jedoch nur teilweise realisiert wurde. Seit seiner Gründung gehörte Machiavelli auch zum Rat der “Neun von der Miliz”. Mit Hilfe dieser Truppe wurde 1509 die Stadt Pisa zur Kapitulation gezwungen. Während dieser Zeit entstanden auch erste Denkschriften und Theaterstücke.

Nach Rückkehr der Medici verlor Machiavelli am 7. November 1512 seine Ämter und geriet kurz darauf in den Verdacht, an einer Verschwörung beteiligt zu sein. Er wurde verhaftet und gefoltert, aber es wurden keine Beweise gegen ihn gefunden und man ließ man ihn frei.

In den folgenden Jahren wurde er mit seiner Frau und den Kindern auf sein kleines Landgut in dem Dorf Sant’Andrea in Percussina 15 Kilometer südwestlich von Florenz verbannt. Innerhalb eines halben Jahres nach seiner Folter schrieb er sein berühmtestes Werk “Il Principe” und widmete sich fortan einer umfassenderen schriftstellerischen Tätigkeit sowie seiner politischen Rehabilitierung. In dieser Zeit entstand auch sein zweites Hauptwerk “Discorsi”. Gedruckt wurden beiden Bücher 1531 bzw. 1532. Ab 1519 betraute ihn die von den Medici dominierte Regierung wieder vermehrt mit politischen Aufgaben, auch wenn er die früheren Ämter nicht mehr erreichte. 1521 wurde er “als Bürger von Florenz rehabilitiert” und konnte nach Florenz zurückkehren.

Nach einem Aufstand gegen die verhassten Medici wurde die Republik wieder ausgerufen und die alte freiheitliche Verfassung am 16. Mai 1527 wieder hergestellt. Daraufhin bewarb Machiavelli sich wieder um eine Sekretariatsstelle, wurde aber auf der Sitzung des Großen Rates am 10. Juni 1527 mit 555 gegen 12 Stimmen abgelehnt.

Niccolò Machiavelli starb am 21. Juni 1527 im Alter von 58 Jahren. Sein Grabmal befindet sich in der Kirche Santa Croce in Florenz. Es trägt die Inschrift: “TANTO NOMINI NULLUM PAR ELOGIUM” – “Solchem Namen ist kein Lobesspruch ebenbürtig”.

Also sprach Karl Kraus (1874-1936)


Karl Kraus war einer der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller des beginnenden 20. Jahrhunderts. Er war Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker, Sprach- und Kulturkritiker sowie vor allem ein scharfer Kritiker der Presse und des Hetzjournalismus oder, wie er selbst es ausdrückte, der Journaille.

%d bloggers like this: